Ein Auftakt „wie gemalt“ – SSV Reutlingen vs. TSV Ilshofen, Samstag, 14 Uhr

Ilshofen / ruf/ga 10.08.2018

Im ersten Oberliga-Spiel der Vereinshistorie ist der TSV Ilshofen am Samstag beim ehemaligen Zweitligisten SSV Reutlingen zu Gast.
Das erste Oberligaspiel überhaupt und dann noch im altehrwürdigen Stadion an der Kreuz­eiche beim SSV Reutlingen. „Wie gemalt“ sei dieser Saisonstart für den TSV Ilshofen, meint Trainer Ralf Kettemann. Die Freude über die Oberliga ist nach wie vor riesengroß beim Aufsteiger. Im Training herrsche eine „angenehme Atmosphäre“ und selbst der Trainer lässt durchblicken, dass ihm gerade wenig die Laune verderben kann.

Und dabei hätte er durchaus Grund dazu. Denn „die Vorbereitung hätte länger sein können, wir haben einige Verletzte – das ist schon kurios.“ Doch Kettemann nimmt es hin, ändern kann er es sowieso nicht.

Was beim SSV passiert, hat er nicht sonderlich intensiv verfolgt. „In der vergangenen Woche haben wir zwei neue Spieler geholt. Alle sind erst so kurze Zeit zusammen, dass ich es für legitim halte, wenn es noch eine Weile erstmal nur um uns geht.“

Daniel Schelhorn (Stuttgarter Kickers) und Sangar Aziz (TuS Mondorf) verpflichtete der TSV auf den letzten Drücker. Das WFV-Pokalspiel in Schwaikheim brachte noch einige Erkenntnisse, was die Arbeit gegen den Ball und das Spiel mit Ball angeht. Daran hat die Mannschaft in den letzten Einheiten vor dem Saisonauftakt gearbeitet.

Lange Ausfallliste
In Reutlingen wird eine im Vergleich zur vergangenen Saison stark veränderte Mannschaft auflaufen. Das hat natürlich mit den zahlreichen Ab- und Zugängen zu tun, aber auch mit einigen Verletzten. Dominik Rummler, Lukas Lienert, Kevin Lehanka und Benjamin Kurz können alle nicht spielen. Julian Baumann laboriert weiter an seiner Schambeinentzündung. Nicht viel Hoffnung hat Ralf Kettemann bei Niklas Wackler, der Knieprobleme hat. Michele Varallo und Ramazan Kandazoglu können ebenfalls verletzungsbedingt nicht auflaufen. „Ja, es fehlen die großen Alternativen“, gibt Kettemann zu, „aber ich finde es spannend.“

Beim SSV Reutlingen fehlen Sidy Niang und Janick Schramm, aber Pierre Eiberger und Onesi Kuengienda begannen am Montag mit dem Training. Trainer Teodor Rus war trotz des 7:0-Erfolgs im WFV-Pokalspiel in Trossingen unzufrieden: „Die vielen Nachlässigkeiten müssen abgestellt werden. Wir müssen einfacher spielen, den Ball laufen lassen, ihn nicht ins Tor tragen wollen, eine gewisse Spannung aufbauen. Ob ich mit der Dreierkette, dem 3-5-2 spiele oder aber das andere System 4-2-3-1, zeigt sich. Ilshofen soll nicht alles erfahren, wir sind da flexibel. Das wird kein leichtes Spiel, die leben noch von der Euphorie des Aufstiegs.”

Der Sportliche Leiter Giuseppe Ricciardi meint: „Das Spiel ist für die Ilshofener neben dem Kickers-Spiel der absolute Höhepunkt, das Spiel des Jahres. Da freuen die sich, in einem tollen Stadion spielen zu dürfen. Die werden brennen, alles abrufen.“ SSV-Präsident Karsten Amann hofft auf 1000 Fans zum Saisonauftakt im Stadion an der Kreuz­eiche.

Dass der TSV Ilshofen durch das Erreichen des WFV-Pokalfinals bereits Erfahrung in einem größeren Stadion – gespielt wurde im Stadion auf der Waldau –gesammelt hat, helfe natürlich, meint Ralf Kettemann. „Andererseits ist es gut möglich, dass sieben Spieler bei uns auf dem Platz stehen, die in Stuttgart gar nicht dabei waren.“

Fans des TSV können ihre Mannschaft vor Ort unterstützen, da ein Fanbus geplant ist. Er soll um 10.30 Uhr an der Großsporthalle abfahren. Anmeldungen bei Darko Lucic unter Telefon 0175/7575509.