Der Alltag kehrt zurück – TSV Ilshofen vs FC Albstadt, 26. Mai, 14 Uhr

Ilshofen / Viktor Taschner 25.05.2018

Nach dem Pokalendspiel muss sich der TSV Ilshofen auf den Ligaendspurt konzentrieren. Aber mit Albstadt kommt ein unangenehmer Gegner.
Katzenjammer beim TSV? „Der war nicht so groß“, sagt Spielertrainer Ralf Kettemann ein paar Tage nach dem verlorenen WFV-Pokalfinale. Am Pfingstmontag haben die Ilshofener das Happy End gegen den zwei Klassen höher spielenden SSV Ulm verpasst und mit 0:3 verloren. „Die Mannschaft würde das Spiel gern nochmal spielen, aber wir schauen nach vorne. Und die Jungs haben das Maximale aus diesem Event aufgesaugt“, berichtet Kettemann.

Über die Finalniederlage habe er mit seinen Spielern kurz geredet. Aber jetzt gilt es, sich wieder neu zu fokussieren. „Wir haben wichtige und tolle Aufgaben vor uns“, sagt der Spielertrainer. Die nächste dieser Aufgaben heißt FC Albstadt, die bislang zweitbeste Rückrundenmannschaft.

Ob es aus mentaler Sicht das schwierigste Spiel der Saison ist, wisse Kettemann nicht. „Das wird sich dann zeigen“, sagt er, nachdem er kurz überlegt. „Möglicherweise ist die Chance doch etwas größer, da was zu holen“, meint Albstadts Trainer Alexander Eberhart. Kettemann ist aber trotzdem positiv gestimmt, dass sein Team nach dem Höhepunkt im Pokal nicht in ein emotionales Loch fällt.

Albstadt schaltet schnell um
Womit Ilshofen rechnen kann, ist eine konterstarke Albstädter Mannschaft. „Sie sind robust und stehen gut. Nach Ballgewinnen geht’s schnell nach vorne“, beschreibt Kettemann die Spielweise des Gegners. Diese Umschaltmomente für den Gegner könne man reduzieren, indem man eigene Ballverluste vemeidet. „Aber manchmal passieren Ballverluste. In diesen Situationen müssen wir schauen, ob wir ins Gegenpressing gehen oder uns hinter den Ball zurückziehen.“

Ein besonderes Augenmerk müssen die Ilshofener auf den Albstädter Stürmer Pietro Fiorenza legen, der in dieser Saison – schon wieder – 20 Tore erzielt hat. „Der macht das seit fünf Jahren so, den muss man immer im Blick haben“, warnt Kettemann. Die üppige Torausbeute hat Fiorenza sogar mit weniger Einsatzzeit als früher erreicht. Oft ist er in dieser Saison erst von der Bank ins Spiel gekommen. „Bei seinem neuen Haus ist er mit der Renovierung sehr beschäftigt. Deswegen trainiert er nicht mehr so häufig“, erklärt Eberhart den Grund für Fiorenzas Jokerrolle. „Er hat das super akzeptiert. Wenn er immer spielen würde, wäre es ja auch ein Schlag ins Gesicht der anderen, die immer da sind.“ Außerdem sei es „bombastisch, so einen Mann in der zweiten Halbzeit noch bringen zu können“.

In Ilshofen wird der Torjäger aber wohl von Beginn an ran dürfen – beziehungsweise müssen. Die Albstädter plagen Personalsorgen. Mittelfeldstratege Marc Bitzer fällt aus, ebenso Innenverteidiger Sebastian Dahlke und Fabian Letsch. Die Einsätze von Matthias Endriss und Philipp Rumpel stehen auf der Kippe. „Die zweite Reihe kann jetzt zeigen, was sie kann“, so Eberhart.

Bei Ilshofen stehen die Langzeitverletzten Jannis Gehring, Kevin Lehanka und Sebastian Rief nicht zur Verfügung. Chris Baumann fehlt aus privaten Gründen, ebenso wie Daniel Schmelzle, dessen Schwester an diesem Tag heiratet.