Das vorerst letzte Derby – Sportfreunde Schwäbisch Hall vs TSV Ilshofen, 2. Juni, 15.30 Uhr

Schwäbisch Hall / Jürgen Stegmaier 01.06.2018

Schwäbisch Hall steigt ab, Ilshofen schafft vielleicht den Sprung nach oben. Am Samstag treffen die beiden Mannschaften im Optima-Sportpark aufeinander.

Die eine Mannschaft spielt um den Aufstieg. Die andere kann den Abstieg nicht mehr vermeiden. Angesichts dieser Tatsachen scheinen die Verhältnisse vor dem Verbandsliga-Derby am Samstag im Haller Optima-Sportpark klar zu sein: Das ambitionierte Ilshofen geht als hoher Favorit in die Partie gegen Schwäbisch Hall, das zwar enttäuscht hat, aber nicht resigniert zu sein scheint.

Doch es gibt mindestens zwei Aspekte, die dafür sprechen, dass dieses vorerst letzte Punktspielderby offen ist: Schwäbisch Hall siegte in Ilshofen im Spiel der Vorrunde. Die Sportfreunde haben auch seine beiden zurückliegenden Begegnungen gegen Ehingen und Tübingen gewonnen und zuvor gegen Essingen unentschieden gespielt.

Hall scheint noch motiviert
Wer mit dem Sportfreunde-Trainer Petar Kosturkov spricht, entwickelt nicht das Gefühl, als würde seine Mannschaft dieses prestigeträchtige Spiel verschenken wollen. Auf die Frage, ob die Sportfreunde denn angesichts des nicht mehr zu vermeidenden Abstiegs überhaupt noch motiviert sind, reagiert er mit Unverständnis. „Wissen Sie eigentlich, wie wir zuletzt gespielt haben?“

Der Haller Coach geht davon aus, dass seine Mannschaft gegen Ilshofen alles geben wird. Dass die Haller Mannschaft dem TSV Ilshofen, der gerne in die Oberliga aufsteigen würde, in die Suppe spucken könnte – dieser Aspekt spielt für Kosturkov keine Rolle.

Schon lange letzter
Im Übrigen habe Petar Kosturkov keine Lust zurückzublicken. Das ist verständlich. Er hat die Mannschaft Mitte Oktober übernommen. Schon damals standen die Haller auf dem letzten Platz der Verbandsliga. Kosturkovs Arbeit auf der Auwiese ist anerkannt. An der Platzierung hat sich allerdings in den zurückliegenden 17 Spielen nichts geändert. Die Perspektive für Hall in den beiden letzten Spielen besteht allenfalls darin, den letzten Platz noch zu verlassen. Öhringen ist in Reichweite.

„Wir haben in der Vorrunde schmerzlich erfahren, wie gut Hall sein kann“, blickt Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann zurück. Die Risiken für seine Mannschaft sehe er erstens in dem Umstand, dass Hall eine erfahrene Mannschaft aufs Feld schicken kann und die Heimmannschaft zweitens nichts zu verlieren hat. „Der Druck liegt bei uns“, so Ilshofens Coach.

Die Gastmannschaft aus Ilshofen ist durch den 2:1-Sieg im Nachholspiel am Mittwochabend in Leinfelden auf den zweiten Rang vorgerückt. Dieser berechtigt zur Relegation in die Oberliga. Selbstredend, dass sich die Ilshofener diese gute Ausgangslage nicht durch einen Patzer beim Absteiger in Schwäbisch Hall nehmen lassen wollen.