1. Runde im wfv-Pokal – TSV Schwaikheim vs TSV Ilshofen, 4. August, 15:30 Uhr

Hessentals Trainer Jürgen Hartmann: Eine heiße Angelegenheit

Schwäbisch Hall / Klaus Rieder Hartmut Ruffer 04.08.2018
Auswärts 0:2 und zu Hause 0:3 – das sind die Zahlen, die hinter den beiden Begegnungen der Verbandsliga in der vergangenen Saison stehen. Die Haller verloren beide Spiele gegen den VfB Neckarrems, der am Ende dank der besseren Tordifferenz der Abstiegsrelegation entging, während die Sportfreunde abgeschlagen das direkte Ticket in die Landesliga gelöst hatten. Nun kommt es zu einem Wiedersehen. „Es wird sich anfühlen wie immer“, meint Trainer Markus Koch vor dem Gastspiel seines VfB Neckarrems bei den Sportfreunden in der 1. Runde des WFV-Pokals. Halls Trainer Petar Kosturkov sieht das erste Pflichtspiel der neuen Saison keineswegs als „Test unter Wettkampfbedingungen“ an. „Das ist für uns schon ein wichtiges Spiel.“ Mit der Vorbereitung zeigt sich der ehemalige bulgarische Nationalspieler sehr zufrieden. „Sie ist so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe“, freut er sich. Seine junge Haller Mannschaft habe mitgezogen, die Trainingsbeteiligung sei trotz Urlaub sehr hoch gewesen. Gegen Neckarrems werde man feststellen, wie weit sich das Team bislang entwickelt habe.

Der Gast hat sich in der Sommerpause vor allem im offensiven Bereich verstärkt. „Wir haben keine gute Runde gespielt, sind aber davon überzeugt, dass wir prinzipiell schon zu den guten Mannschaften in der Verbandsliga gehören“, so Trainer Markus Koch, der in Hall wohl auf einige Stammspieler verzichten muss, „die Urlaubszeit schlägt zu Buche“. Bei Hall gibt es mit Daniel Martin und Leon Hadun nur zwei Urlauber. Tim Großberndt wird nach seinem Kreuzbandriss den Hallern noch mindestens dreieinhalb Monate fehlen.

„Bonbon für uns“
Träumen ist erlaubt. Aber Illusionen gibt sich Hessentals Trainer Jürgen Hartmann nicht hin: „Ich gehe davon aus, dass uns der Gegner zeigen wird, wie man Fußball spielen kann.“ Gemeint ist der Gast aus Neckarsulm. Die Hessentaler befinden sich derzeit in der Vorbereitung auf die am 26. August beginnende Runde in der Bezirksliga Hohenlohe und haben sich dieses Spiel gegen den Oberligisten durch den Einzug ins Finale des Bezirkspokals verdient. Auch wenn die Chancen auf einen Erfolg sehr gering sind, ist in Hessental die Vorfreude zu spüren. „Das ist ein kleines Bonbon für uns“, meint Jürgen Hartmann. Es ist nach 2016 und 2009 schon die dritte Teilnahme der Hessentaler am WFV-Pokal. Gegen Neckarsulm kann Hartmann auf den kompletten Kader zurückgreifen. „Es wird in jedem Fall eine heiße Angelegenheit“, meint er angesichts der prognostizierten hohen Temperaturen. Der Gast hat mit Serhat Ayvaz (kam von den Spfr. Hall) sowie den früheren Ilshofenern Daniel Schmelzle, Maximilian Gebert und Volkan Demir einige bekannte Gesichter in seinen Reihen.

Der TSV Ilshofen erreichte in der vergangenen Saison das WFV-Pokalfinale. Doch das zählt nun nicht mehr. „Für uns ist es das letzte Testspiel vor dem Oberliga-Auftakt“, stellt Spielertrainer Ralf Kettemann klar. Der Oberliga-Aufsteiger wird vom Landesligisten TSV Schwaikheim erwartet. Der Gastgeber mit seinem neuen Trainer Aleksandar Kalic geht mit der Empfehlung von Testpielerfolgen gegen den Verbandsligisten Neckarrems und den Oberliga-Aufsteiger Gmünd in dieses Spiel. Beim TSV Ilshofen steht hinter dem Einsatz von Lukas Lienert, Dominik Rummler, Marcel Hossner, Julian Baumann und Spielertrainer Ralf Kettemann ein Fragezeichen.

Ohne sechs Stammkräfte
Der Oberligist TSG Backnang wird auf dem Kunstrasenplatz der Bezirkssportanlage Schlotwiese in Stuttgart erwartet. Gastgeber der Mannschaft von Trainer ­Andreas Lechner ist der Landesligist Nafi Stuttgart. Die Mannschaft von Trainer Damir Bos­njak spielte bis zum Sommer 2015 noch in der Kreisliga A und beendete jetzt ihre erste Saison in der Landesliga auf dem fünften Platz. „Der Gegner hat eine spielerisch starke Mannschaft und Spieler in seinen Reihen, die höherklassig gespielt haben“, so Lechner, der die Aufgabe ernst nimmt, aber auch in die zweite Pokalrunde einziehen möchte. Der Oberligist aus Backnang muss dabei aber auf ­Tyrone Reyinger, Matej Mag­lica, Oguzhan Biyik, Paul Weber ­sowie Loris und Leon Maier ­verzichten. Für Lechner gibt es so kaum Variationsmöglichkeiten. Der TSG-Trainer plant dennoch fest mit einem Erfolg. In der Vorbereitung gewann die TSG zuletzt das Blitzturnier bei Normannia Gmünd. Der Ligarivale wäre auch der Gegner in der zweiten Pokalrunde – vorausgesetzt die Remstäler gewinnen ihr Spiel bei der TSG Hofherrnweiler II.

Passende Formation gesucht
Beim Oberliga-Aufsteiger ist man noch auf der Suche nach der passenden Formation (wir berichteten gestern). Die Mannschaft von Trainer Holger Traub mit ihren Neuzugängen aus der Jugend benötigt noch etwas Eingewöhnungszeit. Und so ist das Pokalspiel die letzte Möglichkeit, noch vor Rundenbeginn den Feinschliff und die Balance zwischen Defensive und Offensive zu verbessern. Trainer Traub steht in Hofherrnweiler bis auf die Langzeitverletzten (Efendi Erol, Janis Hackner, Mo Sanogo) und die angeschlagenen Spieler (Nermin Ibrahimovic, Ricardo Dias Matos) der gesamte Kader zur Verfügung.